Retinol ist eine aktive Form von Vitamin A und repariert als effektiver Radikalfänger durch UV-Strahlen verursachte Hautschäden. Diese äußern sich vor allem durch die Entstehung von:
- Falten
- groben Poren
- Pigmentflecken
- dem Verlust von Spannkraft & Elastizität
Retinol ist als Retinoid dafür bekannt, dass es die Kollagenproduktion der Haut fördert, den Teint sichtbar vitalisiert & sowohl die Zellneubildung als auch die Enzymaktivität in der Haut steigert. Die Hauterneuerung, die durch das Vitamin in Gang gebracht wird, führt zu einem verfeinerten, gleichmäßigeren Teint mit weniger Fältchen und mehr Spannkraft.
Was muss ich bei der Anwendung beachten? Retinol ist nicht photostabil: Unter UV-Licht zerfällt der Wirkstoff und verliert seine Wirksamkeit. Deshalb gehört Retinol ausschließlich in die Abendroutine. Und weil die frisch nachrückenden Hautzellen empfindlicher auf Sonne reagieren können, ist tagsüber ein konsequenter UV-Schutz mit Lichtschutzfaktor unverzichtbar – an jedem Tag, an dem du Retinol verwendest, auch im Winter. Wer abends Retinol aufträgt und morgens den Sonnenschutz vergisst, macht die halbe Arbeit zunichte.
Retinol einschleichen: Langsam starten, ruhig steigern. Deine Haut braucht Zeit, sich an den Wirkstoff zu gewöhnen - Beginne mit zwei bis drei Abenden pro Woche und steigere die Häufigkeit erst, wenn deine Haut die Anwendung gut verträgt.
| WOCHE |
HÄUFIGKEIT |
WORAUF DU ACHTEN SOLLTEST |
| Woche 1–2 | 2× pro Woche, abends | Erbsengroße Menge, auf trockene Haut, danach gut Feuchtigkeit spenden |
| Woche 3–4 | 3× pro Woche, abends | Leichte Rötung oder Schuppung ist normal – beobachten, nicht steigern |
| Woche 5–6 | Jeden zweiten Abend | Bei Empfindlichkeit: Sandwich-Methode nutzen (siehe unten) |
| Woche 7–8 | jeden Abend | Kein Muss – auch jeder zweite Abend ist dauerhaft völlig in Ordnung |
In den ersten Wochen kann deine Haut mit leichter Rötung, Trockenheit oder feiner Schuppung reagieren. Dieses Phänomen nennt man Retinisierung – es zeigt, dass sich die Haut an die beschleunigte Zellerneuerung gewöhnt, und klingt bei den meisten nach einigen Wochen ab. Wichtig: Retinisierung ist kein Grund aufzuhören, aber ein Signal, das Tempo zu halten statt zu erhöhen. Wird die Reaktion stärker, lege ein paar Tage Pause ein und reduziere die Frequenz.
Wann du auf Retinol verzichten solltest: In der Schwangerschaft und Stillzeit wird von der Anwendung von Vitamin-A-Derivaten – auch in Kosmetik – vorsorglich abgeraten. Verzichte in dieser Zeit auf Retinol und greife stattdessen zu Feuchtigkeitswirkstoffen wie Hyaluronsäure. Bei bestehenden Hauterkrankungen oder Unsicherheit sprich am besten mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
Unser Experten-Tipp: Gönne deiner Haut 2x im Jahr eine Retinol-Kur! Insbesondere nach den Sommermonaten wenn die Haut über längere Zeit hinweg intensiver UV-Strahlung ausgesetzt war. So können UV-Schäden unmittelbar nach dem Entstehen repariert werden.
Geduld gehört zur Retinol-Anwendung dazu. Erste Verbesserungen des Hautbilds – etwa ein feineres, ebenmäßigeres Erscheinungsbild – zeigen sich meist nach acht bis zwölf Wochen regelmäßiger Anwendung. Gemilderte feine Fältchen brauchen oft drei Monate oder länger.